Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Spielbetrieb Jugend 18/19

Spielbetrieb Frauen 18/19

Landauer Sieg beim Dähnepokal im Bezirk IV

In wenigen Wochen blickt die ganze Schachwelt nach Karlsruhe, wo neben den Grenke Chess Classics mit Carlsen, Caruana und Keymer auch das größte Open Europas stattfinden wird. Stolz vermelden die Organisatoren, die Grenze von 1000 Anmeldungen sei bereits überschritten und ein neuer Teilnehmerrekord zu erwarten. Eine großartige Veranstaltung, die trotz Terminkollision mit dem Schachkongress so manchen Südpfälzer Kiebitz in die Fächerstadt locken wird. Doch was wäre der Schachbetrieb ohne die kleinen, lokalen Events, die zwar ohne GM-Präsenz und professionelle Organisationsstrukturen (samt Youtube-Video) auskommen müssen, dafür aber mit dem Charme des Vertrauten punkten?

Zu diesen Mini-Veranstaltungen zählt der Dähnepokal, der jährlich im PSB-Bezirk IV (dazu gehört auch Landau) ausgetragen wird. Die Siegerin oder der Sieger darf bei der Pfälzischen Pokalmeisterschaft teilnehmen und bei entsprechendem Erfolg auch auf Rheinland-Pfalz- bzw. Bundesebene mitmischen. Theoretisch bietet sich damit jeder und jedem die Möglichkeit, um einen nationalen Titel mitzuspielen. Im Vorjahr konnte Dr. Wolfgang Grünstäudl (2118) bei seiner dritten Teilnahme zum ersten Mal den Bezirkspokal erringen (auf Pfalzebene war dann schon nach der ersten Runde Schluss) und nun galt es, diesen Titel zu verteidigen. Das gelang auf abenteuerliche Weise!

Nein, vom Auswärtsspiel beim SC Bann kam Landau III am 24. Februar ganz und gar nicht ungeschlagen zurück. Gerade einmal drei Remisen konnten die tapfer kämpfenden Südpfälzer erringen, was unter anderem daran lag, dass hier Mannschaften mit ganz unterschiedlichen Ambitionen aufeinander trafen. Während bei der Dritten nach dem furiosen Sieg gegen Zweibrücken (Klassenerhalt!) sämtliche Joker verbraucht waren und auch zwei Stammspieler eine Auszeit benötigten, wollte der Zweitplatzierte Bann das Projekt „Meisterschaft“ noch nicht abschreiben und brachte trotz Klausurphase noch einmal die stärkste Aufstellung dieser Pfalzliga-Saison an die Bretter (DWZ-ø 2026, so auch schon in der 2. Runde). Sportlich war die Begegnung somit nicht sonderlich spannend (LD III: ø 1825), doch interessanterweise bescherte sie jener Figur, die immer und überall mit weißer Weste spielt, einen großen Auftritt: In allen Partien war der weißfeldrige Läufer für den Ausgang der Partie von entscheidender Bedeutung. Die Motive (Wiederbelebung, Abschied, Abwesenheit, Duell) waren sehr unterschiedlich, kehrten zum Teil aber an mehreren Brettern wieder.

  1. Die Wiederbelebung

Im letzten Moment war Julian Winter (1545) noch als Ersatzmann zur Truppe gestoßen und ermöglichte es der Dritten somit, zumindest zu siebt in Bann anzutreten. Doch Julian schien gegen Michael Schaum (1893) an Brett 8 auch sogleich mit Gewalt den 0:1 Start-Rückstand egalisieren zu wollen (Schwarz am Zug):

Auf 13…Sh5 hatte Weiß zuletzt mit 14.g3 reagiert. „Normal“ wäre nun 14…Lxg5 15.Sxg5 Shf6, wonach Schwarz immer noch etwas gedrückt steht, aber zumindest den Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer geschafft hätte, für den er in Strukturen mit c5-d6-e5 oftmals vielen Mühen auf sich nimmt. Doch hat 14.g3 nicht auch die weißen Felder um den weißen Monarchen geschwächt? Und verlangt der auf b7 begrabene weißfeldrige Läufer nicht dringend nach Befreiung?

Mit dem 5-3 über den Tabellenvierten Gambit Saarbrücken bleiben die Klingonen Landau I dem Tabellenführer der Oberliga Südwest SV Worms auf den Fersen. In der nächsten Runde am 24.3. können die Mannen um Mannschaftsführer Matthias Lang mit einem Sieg in Worms die Tabellenführung übernehmen und einen großen Schritt in Richtung 2.Bundesliga machen. Die Chancen stehen 50:50, die Tagesform wird entscheiden.

Im Kampf gegen Saarbrücken ging Landau bedingt durch die beiden kurzfristigen und krankheitsbedingten Absagen von Yannick Leuranguer und Torsten Lang mit Gerhard Silber und Adrian Karpa ans Werk. Die einfachste Partie hatte diesmal Matthias Lang, er gewann kampflos, da Saarbrücken nur zu Siebt angetreten war. Nach einem schnellen Remis von Henning Silber am Spitzenbrett in ausgeglichener Stellung, einigte sich auch Altmeister Rolf Bernhardt in festgefahrerener Position auf Remis: 2-1. Adrian Karpa vollendete den großen Entwicklungsvorsprung souverän in einen Sieg. Jochen Bruch kam nach einer strategischen Ungenauigkeit, die es dem Gegner erlaubte das Feld d6 als Stützpunkt zu besetzen und die Kräfte des Landauers zu lähmen, schließlich unter die Räder: 3-2. Nun passierte lange nichts, erst nach vier Stunden Spielzeit und der gleichzeitigen Zeitnot an den drei verbliebenen Brettern ging es schließlich Schlag auf Schlag: Gerhard Silber verlor nach guter Stellung den Faden und die Partie: 3-3. Jürgen Möldner hatte im offenen Sizilianer eine komplizierte Position mit beiderseitigem Königsangriff zu berechnen. Unglücklicherweise nur mit wenigen Sekunden auf der Uhr.

Jürgen setzte alles auf eine Karte und gewann mit Txh6!? (einfacher ist Sg5! mit Eindringen am Königsflügel) Lc6? (nach Dxc4 Dxc4 Txc4 Th7 Sg5 Ld7 steht Weiß etwas besser) Th7 Lxe4 Dxe4 Txc4 Dxg6 Da4 Df7+ nebst Dxg8+ und Aufgabe zum 4-3. Kurz darauf gelang es auch IM Stephan Becking durch eine grobe Ungenauigkeit des Gegners im besseren Endspiel den vollen Punkt zu sichern: 5-3.

 

Es war mal wieder Großkampftag...

Wieder mal Großkampftag - gleich fünf Landauer Mannschaften saßen an den Brettern und kämpften um Punkte. Mit wechselndem Erfolg...

Für Landau 3 gab es zu siebt und ersatzgeschwächt bei Aufstiegskandidat Bann nicht

Im Spiel gegen den Tabellenführer Heidesheim konnte die Zwoote heute zwar lange mithalten, verlor letztlich jedoch knapp mit 3,5-4,5 und hält weiterhin die rote Laterne der 1.Rheinland-Pfalz-Liga fest. Bei nunmehr zwei ausstehenden Spielen müssen nun wohl zwei Siege gegen Schott Mainz II und Siershahn her, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

In der Bezirksklasse erreichte die fünfte Mannschaft ein respektables 3-3 beim SC Turm Kandel II und klettert auf den 5. Platz der Tabelle. Weiter so!

Wir trauern um unseren langjährigen Vereinskameraden und ehemaligen Vorsitzenden Dr. Walter Gröschel, der am 14.2.2019 im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Schachfreund Gröschel war seit 1967 Mitglied in unserem Klub und nahm Ende der siebziger Jahre als Vorsitzender die Geschicke auch selbst maßgeblich mit in die Hand.

Der Schachklub Landau 1908 e.V. wird Walter Gröschel ein ehrendes Andenken bewahren.

Für den Schachklub Landau, Matthias Lang, 1. Vorsitzender

 

Nervenzerfetzende Schlachten lieferte sich Drama-Queen Landau III in dieser Saison bereits genügend, nun war es einmal Zeit für einen klaren Sieg, um den Klassenerhalt in der 1.Pfalzliga zu sichern. Leidtragende waren die Schachfreunde aus Zweibrücken, die am 03. Februar nur zu siebt an die Queich gereist waren. Das Tabellenschlusslicht trat zudem mit einem stark ersatzgeschwächten Team an, das mit einem DWZ-Schnitt von gerade einmal 1686 Punkten (LD III: ø 1934) selbst in der 2.Pfalzliga West abstiegsgefährdet wäre. Leidtragender ist aber auch der Berichterstatter, denn berichtenswerte Dramatik wollte bei dem verlustpunktfreien 7:1-Sieg, der – auch in dieser Höhe! – schon nach der Eröffnungsphase absehbar war, zu keinem Zeitpunkt aufkommen. Und so perfektionistisch wie jener Fußballtrainer, der die Leistung seiner Kreisliga-Mannschaft nach einem 36:0 Erfolg noch tadelte, möchte man ja auch nicht wirken. Vielleicht lässt sich aber bei einem zweiten Blick doch noch das eine oder andere interessante und lehrreiche Detail entdecken? Mal sehen…

Den Landauern war jedenfalls die Wichtigkeit dieser höchstwahrscheinlich über den Klassenerhalt entscheidenden Begegnung bewusst: Nur einmal, beim Auftaktsieg gegen Ramstein-Miesenbach, waren sie in dieser Saison in noch etwas stärkerer Besetzung (ø 1940) angetreten. Da selbst die Bibel Frischvermählten den Kriegsdienst untersagt (vgl. Buch Deuteronomium, Kapitel 24, Vers 5), musste die Dritte jedoch zum ersten Mal ohne ihren Mannschaftsführer auskommen. In seinem Amt wurde Tobias Nicklis von Rainer Hornberger-Wissing souverän vertreten (Vielen Dank!), an Brett 2 sprang Tobias Rheinwalt, der angesichts des Ernsts der Lage eigens seine Schachpause unterbrach (ebenfalls: Vielen Dank!), als Edeljoker in die Bresche.

Es begann stürmisch. Während Dr. Peter Fischer (1868) die 30-minütige Karenzzeit abwartete, nach der ihm zum kampflosen Sieg an Brett 5 gratuliert werden konnte (1:0), beging der Zweibrücker Jakob Frühsorger (1440) an Brett 8 gegen Meinrad Rapp (1745) schon einmal positionelles Harakiri: Zuerst wurde eine Bauernkette auf den weißen Feldern errichtet (b5-c4-d5-e6-f7), dann ohne Not der schwarzfeldrige (!!) Läufer zum Abtausch angeboten. Kinder, bitte nicht nachmachen, sonst schimpft der Trainer!

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