Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 10 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

13+2 junge Wilde beim Jugend-Grand-Prix dabei

Bei der letzten Ausgabe der diesjährigen Jugend-Grand-Prix-Serie stellten wir mit 13+2 Kids eine der größten Delegationen. Die Betreuer Rainer Hornberger-Wissing und Matthias Lang hatten somit alle Hände voll zu tun, aber wie immer alles fest im Griff.


Mit einem 4,5-3,5 Erfolg bei Angstgegner Heimbach-Weis/Neuwied untermauert die erste Mannschaft des Schachklubs Landau ihre Ambitionen auf den Titel in der Oberliga Südwest.
Die Rheinländer boten mit drei Internationalen und drei Fide-Meistern alles auf, was der Kader hergab. Landau hielt zunächst gut dagegen, geriet aber nach drei zügigen Remisen von Jürgen Möldner, Yannick Leuranguer und Henning Silber, durch die Niederlage von Spitzenbrett Karl Muranyi ins Hintertreffen. Die sich abzeichnende Niederlage von Jochen Bruch im Gepäck, mussten die Vorderpfälzer alles nach vorne werfen, um mit riskantem Spiel noch die Wende herbeizuführen. Björn Kopp opferte daher zwei Bauern für einen Königsangriff, der schließlich zum Partiegewinn führte: 2,5-2,5. Tobias Bärwinkel überspielte seinen mit der aggressiven Spielweise überforderten Gegner nun und brachte Landau erstmals in Führung: 3,5-2,5. Jochen Bruch konnte nach langem Kampf das schlechte Endspiel nicht halten und verlor: 3,5-3,5. Torsten Lang gelang nun in zunächst ausgeglichener Stellung ein Bauerngewinn und nach etwa 6,5 Stunden Spielzeit der Sieg zum 4,5-3,5 Endstand.
In der nächsten Runde am 25.11. empfängt Landau den Tabellenvorletzten Altenkirchen.

Landauer beenden Zweikämpfe gegen Westpfälzer erfolgreich

Was tun, wenn aus familiären und/oder beruflichen Gründen das Mitspielen von Wochenend- und Feiertagsturnieren nicht regelmäßig möglich ist, man aber dennoch Spielpraxis (jenseits von Blitz- und Schnellschach) sammeln möchte? Die Antwort: Einen möglichst starken Partner für einen Wettkampf suchen, sich zu abendlichen Spielterminen verabreden und, damit die Sache auch ernsthaft ist, dann zur DWZ-Auswertung einreichen. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt, das im Vorjahr in Rülzheim stattfand, ließen sich in diesem Jahr gleich zwei Landauer auf das Abenteuer „Zweikampf“ ein: Dr. Wolfgang Grünstäudl (2108) gegen Oleg Yakovenko (SC Niederkirchen, 2186) und Adrian Karpa (2138) gegen Matthias Huschens (SG Kaiserslautern, 2045). Es wurden spannende Duelle!

Bereits im Frühjahr wurden am Rande des sagenumwobenen Landratspokals in Fischbach die organisatorischen Details geklärt und je sechs Turnierpartien (120min/40 Züge plus 30min/Rest ohne Increment) mit wechselnden Farben vereinbart. Als Gastgeber konnten der Schachklub Kaiserslautern (1., 2., 5. und 6. Matchpartie) und die Katholische Hochschulgemeinde Landau (3. und 4. Matchpartie) gewonnen werden (jeweils: Herzlichen Dank!). Geplant waren Partien in etwa einwöchigem Rhythmus im August und September, aufgrund verschiedener beruflicher Verpflichtungen wurde der Zeitplan schließlich etwas in die Länge gezogen, sodass die letzte Runde nun erst am 2. November – gerade noch rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft – gespielt werden konnte.

Da alle 12 Partien äußerst spannend und interessant verliefen, ist es schwer, für einen kurzen Bericht eine Auswahl zu treffen. Die beiden Partien der dramatischen zweiten Runde dürften aber einen repräsentativen Eindruck vermitteln.

Matthias (Weiß) und Adrian (Schwarz) produzierten eine originelle Partie (es begann schon im Jobava-Stil mit 1.d4 f5 2.b3!?), die sich lange im dynamischen Gleichgewicht befand. Dieses wurde auch nicht gestört, als Matthias eine Figur für ein verbundenes Freibauernpärchen gab. In der Folge rückten diese Freibauern aber konsequent nach vor, sodass schließlich ein äußerst komplexes Endspiel entstand, in dem Matthias über längere Zeit auf Gewinn stand und das sich wunderbar zum Training beim nächsten Vereinsabend eignet (Weiß am Zug):

Fabiano Caruana fordert ab dieser Woche in London Weltmeister Magnus Carlsen heraus

Am 9. November 2013 saß der 22-jährige Magnus Carlsen, damals bereits die Nummer 1 der FIDE-Weltrangliste (Elo 2870), dem mehrfachen Weltmeister Viswanathan „Vishy“ Anand (43, Elo 2775) zum ersten Mal in einer Weltmeisterschaftspartie gegenüber. Der Medienandrang in Anands indischer Heimatstadt Chennai war enorm und die gesamte internationale Schachcommunity sah zu, wie Carlsen, im Scheinerwerferlicht sitzend und durch eine dicke Glasscheibe von Zuschauern und Journalisten getrennt, mit 1.Sf3 diesen für ihn so enorm wichtigen Wettkampf eröffnete. Wie der sonst so coole Norweger später zugab, war er in dieser auch für ihn neuen Situation extrem nervös – er erreichte dann auch nicht ohne Zittern ein schnelles Remis. Auf den Tag genau fünf Jahre später, am 9. November 2018, beginnt der Weltmeisterschaftskampf Carlsen – Caruana in London. Wir bringen alle Infos zum Spielplan und drei Gründe, warum man dieses Schachevent des Jahres (nach dem Pfälzer Schachkongress!) nicht verpassen sollte.

Auf der Seite des Veranstalters läuft bereits der Countdown: Nach der Eröffnung am Donnerstag dem 8. November, startet die erste Matchpartie am Freitag, den 9. November, in „The College“, einem historischen Gebäude im Londoner Stadtteil Holborn. Alle 12 Partien (bei 6:6 gibt es einen Stichkampf) beginnen um 16:00 Uhr (15:00 Uhr Ortszeit). Die Siegerehrung und Abschlusszeremonie sowie davor eventuell nötige Tiebreaks finden am Mittwoch, den 28. November statt. Einen übersichtlichen Terminplan auf Deutsch bietet sport.de.

Wichtig für alle Landauer: Am 10. November (2. Matchpartie) und am 24. November (11. Matchpartie) wird an Samstagen gespielt, d.h. an diesen Tagen kann man auch während des Trainings im Club gemeinsam einer der verschiedenen Live-Übertragungen folgen und so mehr von diesem Duell verstehen.

Für alle, die noch überlegen, wie sie ihrer Familie erklären sollen, warum in den nächsten Wochen leider öfter mal das Abendessen ausfallen muss, hier drei Gründe, warum keine Schachspielerin und kein Schachspieler diesen Wettkampf versäumen darf:

Landau 2 mit suboptimalem Saisonstart - doch nicht ohne Lichtblick

Kaum zu glauben, aber auch im Schachklub Landau soll es den einen oder anderen langjährigen Fan von Werder Bremen geben. Und zwar nicht der erfolgreichen Schachbundesligamannschaft (u.a. mit den GMs Dubov, Fressinet und McShane) sondern der Fußballabteilung, die schon einmal ihre Hoffnung in die Scorerqualitäten von 40-jährigen Vereinslegenden zu setzen hat. Wie jeder weiß, gehört ein schlechter Saisonstart zur Tradition des norddeutschen Traditionsvereins, weshalb man Werder-Fans auch am besten erst nach Weihnachten auf ihre Leidenschaft ansprechen sollte. Wie jeder weiß, bricht Werder in diesem Jahr mit dieser Tradition und befindet sich nun bereits im November in ungeahnt hohen Tabellenregionen.

Zur Tradition der zweiten Mannschaft des SK Landau (kurz und liebevoll „die Zwoote“ genannt) gehört ein schlechter Saisonstart hingegen nicht. Noch gar nicht lange ist es her, dass man in der Saison 2015/2016 sogar Meister der 1. Rheinland-Pfalz-Liga wurde. In diesem Jahr verlief der Start allerdings eher bescheiden: Nach drei Niederlagen in drei Mannschaftskämpfen ziert Landau 2 nun das Tabellenende. Da es aber noch genügend Konkurrenz gibt, gegen die man berechtigterweise auf die noch nötigen Punkte hoffen kann, besteht kein Grund zu Resignation oder Panik. Vor allem sollte man das nicht übersehen, was sehr gut klappt.

So gelang Patrick Köhler mit drei Siegen in drei Spielen ein regelrechter Traumstart. Besonders ansprechend war der Erfolg im Match gegen die Schachfreunde Mainz, in der Patrick gegen Jürgen Neurohr (2011) in einem harmlos wirkenden Endspiel auf überzeugende Weise die Kraft des Läuferpaars zur Geltung brachte. Nur wenige würden vermuten, dass es hier nur mehr 13 Züge dauerte, bis der weiße König in einem hübschen Mattnetz zappelte (Schwarz am Zug):

Die Partie der Woche zeigt die eindrucksvolle Rückkehr ans Oberligabrett von FM Yannick Leuranguer, der seinen Gegner im Oberliga-Spitzenspiel Landau I - Schwarzenbach überspielte (wenn auch mit dessen fleißiger Mithilfe) und somit mit den Grundstein für ein souveränes 5,5-2,5 über die Saarländer legte.

Spielbetrieb Frauen

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