Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Spielbetrieb Jugend 18/19

Spielbetrieb Frauen 18/19

Frischer Auftritt der Landauer Equipe reicht nur zu 2:2 gegen Biebertal

Mit Tabellenführer Dinslaken sowie den +2200-Teams Harksheide und Lübeck warten auf Landau in den letzten drei Runden der DSOL (ab 28. Juli) die absoluten Schwergewichter der Gruppe D. Damit war am vierten Spieltag (= Runde fünf) für die Südpfälzer ein Sieg absolute Pflicht, um noch Chancen auf einen überraschenden Playoff-Einzug zu wahren. Doch die Biebertaler Schachfreunde, deren engen Kampf gegen Dinslaken wir genau beobachtet hatten, waren nach zwei Remis und einer Niederlage mit Sicherheit selbst hungrig auf den ersten Sieg. Es war angerichtet für ein packendes Duell!

An der Queich war auch beim vierten DSOL-Match Rotation angesagt: Die psychologisch schwierige Runde direkt nach der Klatsche gegen Gründau war genau der richtige Moment, um zum ersten Mal Routinier Uwe „Akiba“ Hünerfauth auflaufen zu lassen. Es ergaben sich folgende Paarungen (Landau hatte an Brett 2 und 3 Weiß):

Björn – FM Alexander Krastev (2309)

Uwe – Christopher Ottway (1923)

Daniel – Stephan Michel (1834)

Tobias – Tim Hafensteiner (1776)

Gespannt waren die Kiebitze vor allem, wie sich Daniel an Brett 3 schlagen würde, hatte er bei seinen zwei Auftritten doch de facto noch keine Partie gespielt: In Runde 1 trennte sich sein Gegner früh einzügig von einem ganzen Turm, in Runde 3 misslang Daniel die Eröffnung selbst so gründlich, dass er eine krachende Niederlage ohne Gegenwehr quittieren musste. Doch in Runde 5 sollte Daniel all das versäumte Schach mit einem Schlag nachholen.

Ermutigt durch die etwas kreative Eröffnungsbehandlung des Nachziehenden machte der eigentlich recht friedliebende Daniel zu Beginn seinem Kampfnamen „Schirow von Impflingen“ alle Ehre und setzte mit konsequentem Angriffsschach das Brett in Flammen (Weiß am Zug):

Über die Hintergründe eines pfälzischen Tweets

Vor einiger Zeit wiesen wir auf das erfreuliche Pfalzgezwitscher der Grumbeerschacher hin, die auf Twitter – und nicht nur dort! – das Treiben der Pfälzer Vereine in der DSOL kommentierend begleiten, sofern sie nicht selbst für die TSG Eisenberg die Klingen kreuzen. Dabei hatten wir in jenem Tweet, mit dem die beiden Westpfälzer ihre Tätigkeit im März nach einer längeren Pause wieder aufnahmen, einen biblischen Unterton entdeckt. Doch da haben wir uns wohl verhört.

Denn wie „Grumbeerschach“ nun mitteilt, ist der fragliche Text („Es gibt eine Zeit“) nur zufällig mit der bekannten Stelle des Buches Kohelet ident und weder direkt noch indirekt – etwa über einst ekstatisch gefeierte Rock-Vöglein – durch die Bibel inspiriert.

Vielmehr outen sich die beiden Schach-Twitterer in ihrer Replik als leidenschaftliche Cineasten mit einem Schwerpunkt auf „Actionfilme aus den 80ern bis frühen 2000ern“ wobei sie schon mal „beim Schauen den halben Film mitsprechen.“ Konkret ist deshalb „Es gibt eine Zeit“ als Reminiszenz an einen Dialog aus dem Thriller „Lucky#Slevin“ (Regisseur: Paul McGuigan, 2006) zu lesen, in dem die (wiederholt gesprochenen) Worte „Es gab eine Zeit“ an die frühere Schönheit einer etwas älteren Dame erinnern. Alles klar?

Daraus lernen wir drei Dinge:

1) Cyber-Ornithologie ist noch schwieriger, als wir dachten. Umso mehr werden wir in Zukunft unsere Ohren spitzen.

2) Wir kennen nun die Genre-Bezeichnung „non-linear comic thriller“, die uns helfen wird, unser eigenes schachliches Treiben besser auf den Begriff zu bringen.

3) Wir wissen jetzt, was uns erwartet, wenn die Grumbeerschacher einmal beginnen werden, regionale Schachevents live zu kommentieren oder ihre DSOL-Partien zu streamen! Und freuen uns drauf ;-)

Nur ein Landauer glänzt bei deutlicher 1:3-Niederlage gegen Gründau

„Denn die eigentliche Motivation für uns, an diesem Turnier teilzunehmen, ist das Gewinnen von Analysematerial für unseren Onlinevereinsabend.“ Dieser bemerkenswerte Satz findet sich im (auch ansonsten lesenswerten) Bericht des ESV Rot-Weiß Göttingen zum dritten Spieltag (= vierte Runde) der DSOL. Vielleicht sollte sich der SK Landau nach dieser Runde etwas von der Haltung der Niedersachsen abschneiden, denn eine klare Niederlage gegen den SK Gründau brachte zwar keine Punkte, doch sehr gehaltvolles Analysematerial. Vor allem eine Schlüsselstellung wird die lernbegierigen Südpfälzer wohl noch etwas länger beschäftigen, lagen bei ihr doch nicht nur der Spieler am Brett, sondern auch die mitfiebernden und die Partie nachspielenden Kiebitze völlig daneben. Doch der Reihe nach…

Die Warnungen im Landauer Vorbericht blieben keine leeren Worte, vielmehr schickte man gegen Gründau zum ersten Mal die drei besten Spieler im Team gemeinsam in die Schlacht. Es ergaben sich folgende Paarungen (Landau hatte an Brett 1 und 4 Weiß):

Björn – FM Pascal Neukirchner (2229)

Justus – Kevin Felczer (2128)

Jochen – Henrik Schlößner (1979)

Matthias Le. – Christoph Deutsch (1939)

Die Vorzeichen waren somit vergleichbar mit dem Erstrundenduell gegen den SV Hemer: Dreimal DWZ-Vorteil für Landau, einmal ein kampferprobter „Derkemer“ gegen ein deutlich stärker einzuschätzendes Jungtalent.

Wie schon in der letzten Runde gegen Eppendorf verzeichnete Landau einen suboptimalen Start. Diesmal erwischte es an Brett 3 ausgerechnet den stets soliden Jochen, der als verlässliche Mannschaftsstütze der „Klingonen“ (= Landau I) in der bisherigen Offline-Oberliga-Saison noch keine Niederlage hinnehmen musste. Auf brutale Art und Weise zollte der Neo-Landauer einem überlangen Arbeitstag Tribut:

Die schwarze Stellung ist nicht ganz harmonisch, aber das Problem von 14…Sa5?? sieht Jochen an jedem anderen Tag im Blind-Bullet.

Der nächste DSOL-Gegner des SK Landau ist nicht zu unterschätzen

Nach dem Nerven zerfetzenden und viel beachteten Thriller gegen Eppendorf – Stichworte waren „faire Geste“ (Grumbeerschach; DSOL-Tweet 1; DSOL-Tweet 2), „Vereinsevent“ (DSB-Rundenbericht) und „Eröffnungskatastrophe“ (Chessbase-Rundenbericht; Sorry, Daniel!) – folgt für Landau nun am dritten Spieltag der DSOL das dritte Auswärtsspiel. Sehr zur Freude von Mannschaftsführer Tobias Grenz, denn mit technischen Herausforderungen wie z.B. dem Starten einer verspäteten Partie darf sich dann wieder der Mannschaftsführer der Gastgeber auseinandersetzen. Freude über einen leichteren Gegner herrscht in Landau indes nicht: Zwar ist Gründau eine von nur zwei Mannschaften, die in Gruppe D sogar noch hinter Landau gesetzt sind, doch mit einem eindrucksvollen 3,5:0,5 Sieg gegen den Mitfavoriten SV Lübeck (mit Fast-IM Frederik Svane) setzten die Hessen bei ihrem DSOL-Debüt sogleich ein deutliches Ausrufezeichen. Wir werfen einen kurzen Blick auf dieses Duell und zeigen, was in der Gründauer Mannschaft steckt.

Da die Erstrundenbegegnung TuRa Harksheide I – SK Gründau für den 27. Juli neu angesetzt wurde, war die Begegnung mit der ersten Mannschaft des SV Lübeck, die sich zuvor von den Biebertaler Schachfreunden 2:2 getrennt hatte (laut Bericht durchaus glücklich), der erste Auftritt der Hessen in der DSOL.

Es kam zu folgenden Paarungen (Lübeck hatte als Heimmannschaft an den Brettern 1 und 4 Schwarz):

FM Frederik Svane (2414) – FM Pascal Neukirchner (2229)

FM Ullrich Krause (2189) – Kevin Felczer (2128)

Prof. Dr. Horst Mentlein (1942) – Henrik Schlößner (1979)

Reiner Noreisch (1726) – Christoph Deutsch (1939)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Dass Gründau nicht mit 4:0 gewann, lag nicht zuletzt an Reiner Noreisch, der an Brett 4 dem 200 DWZ-Punkte schwereren hessischen U 14-Meister Christoph Deutsch alles abverlangte (Schwarz am Zug):

De la Villa-Methode absolviert erfolgreichen Stresstest in der Quarantäne-Liga

Vor einiger Zeit haben wir hier das Mattsetzen mit Springer und Läufer besprochen und eine Lanze für die 10 Schritte-Methode aus der Endspielbibel von Jesus de la Villa gebrochen. Anhand einer Trainingspartie (2+0) gegen das Silikonmonster versuchten wir dabei „die Demonstration einer robusten, leicht erlernbaren Technik, die auch Ungenauigkeiten verzeiht und unter Stress funktioniert.“ Doch Sparring mit dem Rechner ist natürlich nicht das echte Leben. Glücklicherweise gab es nun viel schneller als gedacht die Gelegenheit zum wirklichen Stresstest!

Quarantäne-Liga 3C, 25. Juni 2020

Lette2 (Brett vorm Kopp, 2300) – Kwatschewsky (SK Landau, 2226)

Für eine Stresstest braucht es vor allem eines: Stress! Und den hatte der Landauer Spieler in obiger Stellung aus drei Gründen reichlich:

1) Blitzschach ist immer Stress – auch wenn, wie hier, im „Infinity-Modus“ (3+2) gespielt wird und Schwarz noch deutlich mehr Zeit auf der Uhr hat (1 Minute und 42 Sekunden) als Weiß (9 Sekunden).

2) Weiß hatte im elften Zug nicht ganz korrekt eine Figur geopfert (ganze Partie hier). Seitdem ging es für Schwarz „nur noch“ um das Verwerten. Doch der Anziehende vom Frankfurter Schachklub „Brett vorm Kopp“ hatte sich fast 100 Züge lang zäh, kreativ und erfolgreich gewehrt und so an den Nerven seines Gegners geknabbert.

3) Quarantäneliga heißt: Man will zum Erfolg der Mannschaft beitragen! Der Unterschied zwischen Remis (1 Punkt) und Gewinn (4 Punkte, da Schwarz gerade in einer Siegesserie war) kann den Unterschied zwischen Klassenerhalt und Abstieg ausmachen.

In einer solchen Situation ist es beruhigend, einem klaren Leitfaden folgen zu können. Also:

„Grumbeerschach“ twittert Pfälzer Ergebnisdienst zur DSOL

Ende Juni 2019 sagten Johannes Denzer und Max Jundt (Eigenbeschreibungen: „Provinzfunktionär“ und „Organisationstalent“) laut und deutlich „#hallotwitter“. Unter der Marke „Grumbeerschach“ brachten die beiden Spieler der TSG Eisenberg zusammen, was zuammengehört: Das Schachleben der Pfalz und die sozialen Medien. Bis Ende August 2019 feuerten die zwei kommunikativen Schachfreunde aus allen Rohren – Blog, Twitter, Instagramm – und begleiteten etwa Marc Langs Blindschach-Weltrekord in Annweiler in Wort und Bild. Dann wurde es ein wenig stiller auf den Grumbeerschach-Kanälen – es soll ja noch mehr als Schach im Leben geben.

Just als Covid-19 das Präsenzschach eingefroren hatte, meldeten sich die zwei dann am 15. März mit einem biblischen Tweet zurück: „Es gibt eine Zeit“ (zum Nachschlagen: Buch Kohelet, Kapitel 3).

In der Tat! Denn nun bietet „Grumbeerschach“ nicht nur ansprechende Trainingseinheiten (z.B. ein Mattbild-Work-Out) und spannende Hintergrundberichte (z.B. zum Abbruch der Saison durch den PSB), sondern auch einen stets aktuellen Ergebnisdienst zum Abschneiden der Pfälzer Vereine in der DSOL. Wann immer die Recken aus Birkenfeld, Eisenberg, Landau, Ludwigshafen oder Neustadt in den virtuellen Weiten der DSOL die Pfalz vertreten, twittert „Grumbeerschach“ zeitnah Ergebnisse und bloggt Berichte. Wie im Sauerland die Erstrundenbegegnung SV Hemer – SK Landau eingeschätzt wird, wissen wir auch dank der Eisenberger Übersicht.

Toller Service – danke!

Update 11. Juli: Seit heute twittert die DSOL (Redaktion: FM Thorsten Cmiel) auch selbst!

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