Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Spielbetrieb Jugend 18/19

Spielbetrieb Frauen 18/19

Eine praxistaugliche Anleitung zum Mattsetzen mit Springer und Läufer

Die Corona-Krise hat vieles verändert. Nicht zuletzt unsere Alltagssprache: Jede/r beherrscht nun das geduldige „Fahren auf Sicht“, der Wunsch „Bleiben Sie gesund!“ gilt selbst wildfremden Personen und „Wie geht es dir?“ ist plötzlich wieder zu einer Frage geworden. Häufig hört man überdies gute Vorsätze für die Zeit der Einschränkungen. Frei nach dem Motto: „Ich wollte ja immer schon…“ Den Speicher aufräumen? Die Steuererklärung pünktlich abgeben? Die knarzende Küchentür reparieren? Endlich den schwierigsten Fall der elementaren Mattführungen erlernen und zwar so, dass ich mich im Notfall auch in ein paar Jahren noch daran erinnere? Letzteres ist eine prima Idee und wir zeigen deshalb hier, wie es geht!

Das größte Hindernis, um diese Mattführung zu erlernen, ist zweifellos der innere Schweinehund. Er flüstert beharrlich „Das brauchst du doch nie!“ oder „Lern' doch lieber noch schnell eine coole Überraschungs-Eröffnung!“, oder ganz fies „Wenn du das auf's Brett bekommst, kriegst du das mit dem W-Manöver – oder wie das heißt – schon irgendwie hin!“

Abgesehen davon, dass es ganz schön peinlich werden kann, auf den inneren Schweinehund zu hören, sind die meisten Teamkameraden sicherlich wenig begeistert, wenn nach fünf Stunden Schwerstarbeit beim Stand von 3:4 das Verwerten von zwei (!) Mehrfiguren nicht gelingt.

Ja, es stimmt: Das Mattsetzen mit Springer und Läufer kommt in der Praxis äußerst selten vor und selbst ein 2700er-GM muss im Bedarfsfall kurz in der Erinnerung wühlen, bis er es runterklappern kann. Doch hat man nicht auch dann einen Feuerlöscher zuhause, wenn die Wohnung nicht Woche für Woche in Flammen steht?

Ein letzter, oft vergessener Punkt: Das Beherrschen aller fundamentalen Mattführungen verleiht zusätzliches Selbstvertrauen. Es tut gut, zu wissen, dass man in dieser Hinsicht ein/e komplette/r Schachspieler/in ist und man mit einer gewonnenen Mehrqualität nicht darauf achten muss, einen bestimmten Endspieltyp mit allen Mitteln zu vermeiden. Genug Gründe? Ein bisschen Zeit? Dann auf in das Vergnügen!

Wie gehen andere Vereine mit der Corona-Krise um?

Über die neue, virtuelle Heimat des SK Landau haben wir bereits berichtet. Und auch darüber, wie sich die Landauer engagiert und konstruktiv bei der Gestaltung dieser neuen Heimat beteiligen. Doch wie geht es anderen Vereinen in der Corona-Krise? Dazu haben wir bei ein paar Nachbarvereinen nachgefragt und sie gebeten, fünf Fragen zur aktuellen Lage zu beantworten. Über die Rülzheim-Connection erreichten uns dabei erfreulicherweise sogar Antworten vom SC Viernheim, so dass wir die gesammelten pfälzischen Erfahrungen noch um die Perspektive des südhessischen Bundesligisten ergänzen konnten.  Insgesamt ergab diese in keiner Weise repräsentative Umfrage ein spannendes Stimmungsbild mit starken Kontrasten, das wir hier gerne teilen.

 

Frage 1: Am 13. März hat der Pfälzische Schachbund die Einstellung des gesamten Spielbetriebs „bis auf Weiteres“ bekanntgegeben. Wie lief der Lockdown bei Euch im Verein konkret ab?

„Relativ unspektakulär“ – so die recht einhellige Antwort aus den Vereinen. Reguläre Vereinsabende am 12. März (Rülzheim) und 13. März (Schifferstadt) standen schon ganz im Zeichen des kommenden Lockdowns (wenige Teilnehmer, besorgte Gespräche). Die Information der Mitglieder über die Einstellung des Spielbetriebs erfolgte dann über die jeweils gebräuchlichen Medien (Homepage, Email, Facebook, usw.), wobei es nirgendwo zu Komplikationen gekommen zu sein scheint.

 

Frage 2: Auf welcher Schachplattform habt Ihr Eure virtuelle Heimat eingerichtet? Wie viele Eurer Mitglieder sind dort aktiv? Gibt es regelmäßige Angebote?

Diese Frage setzt natürlich voraus, dass es eine neue, virtuelle Heimat für den betreffenden Verein gibt. Doch das ist nicht überall der Fall. Denn „etwas generalisiert“ könnte laut Klaus-Peter Thronicke (SC Hagenbach) die Antwort auf unsere Fragen „ziemlich tote Hose“ lauten: „Das ist auch das Stimmungsbild, das mir von anderen Vereine übermittelt wurde. Ausnahmen erhärten die Regel...“ 

Ähnlich berichtete uns Michael Achatz vom SC Lambsheim, dass zwar einzelne Mitglieder auf lichess.org aktiv seien – die Homepage kündet sogar von einem Online-Turniersieg –, es aber aktuell kaum gemeinsame Aktivitäten gäbe („Das Vereinsleben ist quasi tot“). Mittlerweile hat Lambsheim jedoch nachgezogen und ein Vereinsheim auf Lichess eröffnet, jener Plattform, auf der sich die meisten Pfälzer Vereine eingefunden haben (Übersicht hier).

Der Lichess-Kulturkampf um das Schweizer System und was Landau dazu beitrug

Normalerweise überschreiben wir die Beiträge auf dieser Seite nicht mit englischen Kraftausdrücken. Aber diesmal ging es nicht anders. Die beiden Worte, die jede/r für sich übersetzen möge, sind Teil einer brandaktuellen Mitteilung, die das Leben vieler Vereine, welche Corona-bedingt ihr Vereinsheim auf Lichess aufgeschlagen haben, entscheidend verändern (vielleicht besser: normalisieren) wird. Lichess-Gründer und Hauptentwickler Thibault Dublessis hat nämlich gestern Nacht (4.5.) angekündigt, dass es in ein paar Wochen („few weeks“) möglich sein wird, auf Lichess Turniere im Modus „Schweizer System“ durchzuführen. Warum das eine spektakuläre Entwicklung ist und wie es dazu kam, sei im Folgenden aus Landauer Perspektive kurz erklärt.

EDIT: Seit dem 9. Mai sind nun Turniere nach Schweizer System auf Lichess möglich! Rundenturniere sollen folgen.

Wie bereits berichtet, fand der SK Landau nach der Einstellung des Spielbetriebs ab dem 14. März auf der nicht-kommerziellen Schachplattform Lichess eine neue Heimat. So auch viele andere deutschsprachige Vereine, wozu ein Einstiegsmanual, das einen Tag später vom bekannten Schach-Blog "Perlen vom Bodensee" veröffentlicht wurde, sicher einen wesentlichen Beitrag leistete. Vieles an der neuen Heimat löste Begeisterung aus, doch etwas Wesentliches fehlte: Die bewährten Turnierformate „Schweizer System“ und „Rundenturnier“ ermöglicht Lichess nicht. (Ob den niederländischen Schachfreunden das geniale „Keizer System“ in ähnlicher Weise fehlt, wissen wir nicht, vermuten es aber.)

Stattdessen werden alle Turniere auf Lichess im sogenannten Arena-Modus ausgetragen, der das Absolvieren (und Gewinnen) von möglichst vielen Spielen in einer vorgegebenen Zeit belohnt. Bei allen Stärken dieses einzigartigen Modus doch eine überraschend monotone Lösung für eine Seite, die sogar Horde-Schach im Programm hat. Doch Lichess lebt nicht nur vom Charisma seines Gründers, sondern auch von einer quirrligen Spielergemeinschaft („community“, „crowd“), die ständig über weitere Verbesserungen und Innovationen diskutiert. Das heißt: Wer etwas ändern möchte, kann (und soll!) sich einbringen. Genau das tat der uns unbekannte User „ssa2973“ vor etwa einer Woche.

Südpfälzer Schachmekka erfindet sich neu

Es war ein Freitag, der 13., als Matthias Lang, 1. Vorsitzender des SK Landau, den über 100 Mitgliedern seines seit über 100 Jahren bestehenden Vereins eine im wahrsten Sinne des Wortes historische Mitteilung zu machen hatte: Eine Pandemie legt nicht nur das öffentliche Leben weitgehend lahm – sie zwingt auch den Landauer Schachklub, auf unbestimmte Zeit seine Pforten zu schließen! Der am nächsten Tag stattfindende traditionelle Klubnachmittag soll nur noch dazu dienen, jene Klubmitglieder zu informieren, die mit elektronischen Medien nicht zu erreichen sind. Außenstehende mögen denken: Sollte das nicht ein Glückstag für die Schach-Nerds sein? Endlich keine störenden Sozialkontakte mehr, sondern nur noch isoliertes Gezocke auf einem der unzähligen Schachserver?

Weit gefehlt! Denn wer in Landau Schach spielt, der/die ist ein soziales Wesen. Hinter dem blauen Tor in der Langstraße versammelten sich ganz unterschiedliche Menschen, um gemeinsam ihrer Passion zu frönen, sich gemeinsam an einer der faszinierendsten Erfindungen der Menschheit zu erfreuen und gemeinsam den mitunter beschwerlichen Alltag hinter sich zu lassen. Da wurde geblitzt, gelernt, studiert, erzählt – und ganz viel „dummgebabbelt“. Da wurde zuletzt eine immer größere Zahl von Kindern durch geduldige Trainer in eine geheimnisvolle Denkschule eingewiesen – um sich danach (oder davor und währenddessen) am danebenliegenden Fussballblatz auszutoben. Da wurde mitunter heftig und emotional diskutiert, wenn es um Mannschaftsaufstellungen, Proteste im Ligabetrieb oder auch mal Spitzfindigkeiten des Regelwerkes ging.

All das ist seit dem 13. März Vergangenheit. Und ganz plötzlich gilt auch für jenes Vereinsmitglied, dessen Besonderheiten man nicht immer verstanden, ja mitunter als Herausforderung erlebt hat, vor allem eines: Es fehlt.   

Im Gedenken

Wir trauern um unseren Schachfreund Rudi Klüppel, der am Montag, den 16.3.2020 im Alter von 85 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes verstorben ist.

Rudi war ein herzensguter Mensch, der sich insbesondere um die Generation um Enkel Joshua Wolfer und Justus Schmidt verdient gemacht hat und fast 50 Jahre Mitglied in unserem Schachverein war.

Aufgrund der vorübergehenden Schließung des Vereinsnachmittags wurde auf dem - kostenfreien -online-Schachportal "lichess" das Team "SK Landau 1908 e.V." gegründet.

Wir bieten alles aktiven und passiven Vereinsmitgliedern dort Spiele, Analysen, Turniere, usw. an.

Einfach anmelden unter: https://lichess.org/

Den Verein findet Ihr hier: https://lichess.org/team/sk-landau-1908-ev

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