Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 10 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Fabiano Caruana fordert ab dieser Woche in London Weltmeister Magnus Carlsen heraus

Am 9. November 2013 saß der 22-jährige Magnus Carlsen, damals bereits die Nummer 1 der FIDE-Weltrangliste (Elo 2870), dem mehrfachen Weltmeister Viswanathan „Vishy“ Anand (43, Elo 2775) zum ersten Mal in einer Weltmeisterschaftspartie gegenüber. Der Medienandrang in Anands indischer Heimatstadt Chennai war enorm und die gesamte internationale Schachcommunity sah zu, wie Carlsen, im Scheinerwerferlicht sitzend und durch eine dicke Glasscheibe von Zuschauern und Journalisten getrennt, mit 1.Sf3 diesen für ihn so enorm wichtigen Wettkampf eröffnete. Wie der sonst so coole Norweger später zugab, war er in dieser auch für ihn neuen Situation extrem nervös – er erreichte dann auch nicht ohne Zittern ein schnelles Remis. Auf den Tag genau fünf Jahre später, am 9. November 2018, beginnt der Weltmeisterschaftskampf Carlsen – Caruana in London. Wir bringen alle Infos zum Spielplan und drei Gründe, warum man dieses Schachevent des Jahres (nach dem Pfälzer Schachkongress!) nicht verpassen sollte.

Auf der Seite des Veranstalters läuft bereits der Countdown: Nach der Eröffnung am Donnerstag dem 8. November, startet die erste Matchpartie am Freitag, den 9. November, in „The College“, einem historischen Gebäude im Londoner Stadtteil Holborn. Alle 12 Partien (bei 6:6 gibt es einen Stichkampf) beginnen um 16:00 Uhr (15:00 Uhr Ortszeit). Die Siegerehrung und Abschlusszeremonie sowie davor eventuell nötige Tiebreaks finden am Mittwoch, den 28. November statt. Einen übersichtlichen Terminplan auf Deutsch bietet sport.de.

Wichtig für alle Landauer: Am 10. November (2. Matchpartie) und am 24. November (11. Matchpartie) wird an Samstagen gespielt, d.h. an diesen Tagen kann man auch während des Trainings im Club gemeinsam einer der verschiedenen Live-Übertragungen folgen und so mehr von diesem Duell verstehen.

Für alle, die noch überlegen, wie sie ihrer Familie erklären sollen, warum in den nächsten Wochen leider öfter mal das Abendessen ausfallen muss, hier drei Gründe, warum keine Schachspielerin und kein Schachspieler diesen Wettkampf versäumen darf:

1) Die Besten

Fabiano Caruana ist der stärkste Gegner, mit dem sich Magnus Carlsen jemals in einem WM-Kampf messen musste. Die spektakulären Erfolge beim Sinquefield-Cup 2014 (zum Start sieben Siege in Folge gegen die Weltelite inklusive Carlsen!) und beim diesjährigen Kandidatenturnier in Berlin sprechen ebenso eine deutliche Sprache wie die Live-Eloliste, in der Caruana nur mehr 3 Pünktchen hinter Carlsen rangiert. Bedenkt man, dass Carlsen 2016 auch mit Sergey Karjakin (damals „nur“ die Nr. 9 der Welt) in einem Match seine liebe Not hatte, kann man sich leicht ausmalen, was auf den Titelverteidiger zukommt. Wie Carlsen selbst sagt: Diesmal gibt es keinen Zweifel, dass die beiden Besten um den Titel spielen!

2) Spektakuläre Siege

Ja, es stimmt, Weltmeisterschaften bestehen zum Großteil aus Remispartien. Aber jede/r, der/die Schach spielt, weiß, welche Spannung und Dramatik in diesen steckt. Und dann gibt es ja noch solche Partien wie die, mit der Carlsen den Stichkampf in New York gegen Karjakin gewann und Weltmeister blieb (Weiß am Zug setzt matt):

3) Dramatische Fehler

Egal ob in der Bezirksklasse, der Oberliga oder bei einer Weltmeisterschaft – Schachpartien werden durch Fehler entschieden. Manchmal sind diese auch bei einer Weltmeisterschaft scheinbar trivial und geben damit dem/der Normalsterblichen das Gefühl, dass auch die Allerbesten nur mit Wasser kochen („Das hätte ich sofort gesehen!“). Unvergessen bei allen Kiebitzen ist besonders Carlsens Bauereinsteller in der 6. Partie des zweiten Weltmeisterschaftskampfes (2014 in Sotschi) gegen Anand (Weiß am Zug):

Carlsen zog hier 26.Kd2?? und merkte – wie im Video sehr schön zu sehen ist – schon beim Notieren des Zuges, was er angerichtet hatte (26…Sxe5! 27.Txg8 Sxc4+ 28.Kd3 Sb2+ nebst 29…Txg8 und Schwarz gewinnt). Als Anand zu Carlsens Glück seine Chance nicht sah und 26…a4?? zog, konnte der Weltmeister seine Erleichterung nicht verbergen…

Also: Termine eintragen, gemeinsame Analysesessions vereinbaren, mitfiebern!

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