Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 10 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Landau 2 mit suboptimalem Saisonstart - doch nicht ohne Lichtblick

Kaum zu glauben, aber auch im Schachklub Landau soll es den einen oder anderen langjährigen Fan von Werder Bremen geben. Und zwar nicht der erfolgreichen Schachbundesligamannschaft (u.a. mit den GMs Dubov, Fressinet und McShane) sondern der Fußballabteilung, die schon einmal ihre Hoffnung in die Scorerqualitäten von 40-jährigen Vereinslegenden zu setzen hat. Wie jeder weiß, gehört ein schlechter Saisonstart zur Tradition des norddeutschen Traditionsvereins, weshalb man Werder-Fans auch am besten erst nach Weihnachten auf ihre Leidenschaft ansprechen sollte. Wie jeder weiß, bricht Werder in diesem Jahr mit dieser Tradition und befindet sich nun bereits im November in ungeahnt hohen Tabellenregionen.

Zur Tradition der zweiten Mannschaft des SK Landau (kurz und liebevoll „die Zwoote“ genannt) gehört ein schlechter Saisonstart hingegen nicht. Noch gar nicht lange ist es her, dass man in der Saison 2015/2016 sogar Meister der 1. Rheinland-Pfalz-Liga wurde. In diesem Jahr verlief der Start allerdings eher bescheiden: Nach drei Niederlagen in drei Mannschaftskämpfen ziert Landau 2 nun das Tabellenende. Da es aber noch genügend Konkurrenz gibt, gegen die man berechtigterweise auf die noch nötigen Punkte hoffen kann, besteht kein Grund zu Resignation oder Panik. Vor allem sollte man das nicht übersehen, was sehr gut klappt.

So gelang Patrick Köhler mit drei Siegen in drei Spielen ein regelrechter Traumstart. Besonders ansprechend war der Erfolg im Match gegen die Schachfreunde Mainz, in der Patrick gegen Jürgen Neurohr (2011) in einem harmlos wirkenden Endspiel auf überzeugende Weise die Kraft des Läuferpaars zur Geltung brachte. Nur wenige würden vermuten, dass es hier nur mehr 13 Züge dauerte, bis der weiße König in einem hübschen Mattnetz zappelte (Schwarz am Zug):

Auf den ersten Blick sieht diese Stellung nicht allzu gefährlich für Weiß aus: Gleiches Material, natürliche Bauernstruktur, keine großen Schwächen. Auf den zweiten Blick fällt aber auf, dass 1) die weißen Felder um den König geschwächt sind, 2) der Springer kaum Stützpunkte findet und 3) der schwarze Turm bereits eine offene Linie besetzt hält. Mit dem natürlichen 24…Lh3 betonte Patrick alle drei Faktoren. Nach 25.Sg5 Lf5 26.Te1 (nötig ist wohl schon der Kampf ums Remis mit Minusbauer nach 26.f3 f6 27.Se4 Lxe4 28.fxe4 Te8 29.Kf2 Txe4 30.Td1) schaltete sich mit 26…Lb4 auch der zweite Läufer ein, wonach der weiße Turm bereits nach Feldern suchte. 27.Tc1 f6 28.Sf3 Kf7 29.Sd4 Le4 30.Se2 (wieder war 30.f3 vermutlich zäher) brachte dem weißfeldrigen Läufer des Schwarzen eine schöne Diagonale, dem weißen Springer aber weiterhin keinen Halt (Schwarz am Zug):

30…g5! nahm dem Springer das nächste wichtige Feld, womit nach 31.f4 g4 32.Kf2 f5 33.Sc3 Lf3 weiterhin die Läufer immer stärker wurden, der Springer jedoch keine sicheren Felder fand. 34.Tc2 Td3 (auch der Turm schaltet sich in den Angriff ein!) 35.Se2 (Schwarz am Zug):

Immer wieder ist es der weiße Springer, der verzweifelt nach Feldern sucht! Mit 35…c5 hätte hier Schwarz den armen Gaul weiter entscheidend einengen können, Patrick versuchte allerdings 35…Td1 mit der Drohung, über den Bauern auf h2 herzufallen. Statt dem einzigen 36.Tc1 (36…Td3 37.Tc2 c5 usw.) ließ nun 36.Sd4? ein hübsches Finale zu, da sich nach 36…Le1+ eine andere Funktion von 35…Td1 zeigte: 37.Kg1 Lxg3#.

Muss man da noch Werder-Fan sein, um auf das Comeback der Zwooten in dieser Saison zu vertrauen?

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