Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Spielbetrieb Jugend 18/19

Spielbetrieb Frauen 18/19

Wie berichtet, hätte in der zweiten Runde des laufenden Landratspokals das packende Duell Schäfer-Osmani mit einer ebenso schönen wie seltenen Königswanderung (im Stile Nigel Shorts) entschieden werden können. Nun machte sich in der vierten Runde wiederum ein Monarch auf den Weg, wenngleich unter etwas anderen Umständen: Es war keine Dame mehr auf dem Brett und es ging für Weiß hier nicht um den Sieg, sondern um den verzweifelten Kampf gegen die drohende Niederlage. Faszinierend war es allemal!

 

 

Die Sache scheint klar (Weiß am Zug): Mit den schwarzen Steinen spielend, hatte Torsten Friedrichs (SK Enkenbach, 1624) eine ganze Figur erobert und stand jetzt „nur“ noch vor der Aufgabe, diesen Vorteil nach Hause zu bringen. Doch wie selbst der FC Barcelona weiß: Nichts ist schwieriger als gewonnene Partien zu gewinnen.

Zumal im konkreten Fall Gerhard „Erle“ Erlbach (SV Fischbach, 1268) keinesfalls willens war, sich kampflos zu ergeben, sondern vielmehr seine Majestät höchstpersönlich nach vorne schickte: 23.Kc4 b5+ 24.Kc5 Se5 25.Td1 (Turm hinter den Freibauern!) Sc4 26.Td3. Wie soll Schwarz fortsetzen?

 

 

Nichts liegt näher, als mit 26…Tc8 den Abtausch von Figuren anzustreben, doch  konterte der Anziehende stark mit 27.d6!, wobei nach 27…Txc7 28.dxc7 überraschend Weiß (!) gewinnen würde. Einfacher wäre es gewesen, den Springer mit 26…Sd6! als Blockadefigur einzusetzen und nebenbei eine kleine Falle zu stellen: Nach der logischen Sequenz 27.Txf3 Se4+ 28.Kd4 gewinnt nämlich 28…Sg5! eine Qualität, da neben 29…Sxf3 auch noch das fiese 29…Se6+ droht.

In der Partie entstand nach 27…Tfd8 28.Td5 g6 29.Kc6 (Vorwärts!) Tb8 30.d7 (Vorwärts!!) Sxa3 eine weitere kritische Stellung (Weiß am Zug):

 

 

Mit dem aktiven Zug 31.Ta7! hätte hier Weiß seinen Widerstand fortsetzen können und seinem Gegner Probleme gestellt, die (im Gewinnsinne) gar nicht so einfach zu lösen sind. So muss Schwarz z.B. nach 31…Sc4 32.Txa6 f6 33.Kc7 (Vorwärts!!!) Kg7 34.h4 h6 35.Txb5! Txb5 36.Kxd8 (Der Wanderkönig am Ziel…) bereits einen einzigen Zug finden, um in der Partie zu bleiben (Schwarz am Zug):

 

 

Während 36…Txb4? 37.Kc7 und 36...Sb6? 37.Txb6! Txb6 38.Kc7 rasch verlieren, zieht 36…Se5 die Notbremse und leitet nach 37.Kc7 Sxd7 38.Kxd7 Txb4 39.Ke6! h5 40.g5! in ein Turmendspiel über, das für Weiß zu halten sein sollte.

In der Partie – und in der Stellung des vorletzten Diagramms – setzte der Fischbacher Routinier allerdings mit 31.Tb7 fort und konnte nach 31…Ta8 keine ernsthafte Gegenwehr mehr leisten: 32.Tc5 Sc4 33.Tc7 Tab8 34.Ta7 (jetzt zu spät!) f6! 35.Txa6 Se5+ 0–1.

Schade, nur drei Züge früher hätte der Zug Ta7 den Weißen vermutlich gerettet – sein heroischer Widerstand samt aktivem König ist aber in jedem Fall aller Ehren wert. Never give up!

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