Schachklub Landau 1908 e.V.

Herzlich willkommen auf der Homepage des Schachklubs Landau. Wir sind einer der größten Schachvereine in Rheinland-Pfalz und nehmen mit aktuell sieben Mannschaften am Spielbetrieb und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga teil. Scheuen Sie sich nicht, einfach mal bei uns vorbei zu schauen. Beim Klubnachmittag sind immer viele verschiedene Schachbegeisterte, vom Anfänger bis zum Experten vor Ort. Wir spielen jeden Samstag ab 14:30h im Seminarraum Sport im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang Langstraße am blauen Tor). Unsere Mannschafts-Heimkämpfe finden in der Mensa (Eingang 3) der IGS Landau in der Schneiderstr. 69 statt. Zuschauer sind gerne gesehen und herzlich willkommen!
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Vom 28.03. bis 04.04 (Karsamstag) fand wieder wie jedes Jahr der Pfälzische Schachkongress statt, dieses Jahr in Kaiserslautern. Aufgrund des langen Anfahrtweges war die Landauer Beteiligung in diesem Jahr eher gering, sodass wir in Turnieren klassischer Bedenkzeit nur vier Teilnehmer stellen konnten. Diese waren sämtlich auf die vier Meisterturniere verteilt.

 

Meisterturniere

Im Meisterturnier A spielten Andre Bold und Jonas Roth.

Andre hatte anfangs Schwierigkeiten, seine gewohnte Form abzurufen und startete am ersten Wochenende mit 1,5 aus 4 Punkten. Am zweiten Wochenende zeigte er jedoch ein gutes Ergebnis, verlor nur gegen den Turniersieger und konnte die letzten drei Spiele gewinnen. Damit landete er mit 5 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz und schaffte die Qualifikation für das Meisterturnier A nächstes Jahr.

Jonas war nominell der Tabellenletzte und startete somit als Außenseiter in das Turnier.  Er konnte zwar leider keine Partie gewinnen, immerhin aber ein Remis holen. Das Ergebnis war aber in diesem starken Feld absolut im Rahmen der Erwartungen und sich mit starken Spielern zu messen hat Jonas sicherlich auch schachlich weitergebracht. Respekt für die Bereitschaft, in einem starken Feld anzutreten!

Turniersieger im Meisterturnier A und damit neuer Pfalzmeister für das Jahr 2026 wurde der für den Oberliga-Verein SV Worms 1878 spielende Ex-Landauer Martin Heider. Wir gratulieren zum Sieg!

Im Meisterturnier B waren dieses Jahr keine Landauer Spieler vertreten.

In den beiden Meisteranwärterturnieren spielten Thomas Hirschinger (MAT I) und Daniel Kuhn (MAT II).

Thomas spielte ein gutes Turnier mit einer für seine Verhältnisse hohen Anzahl (6!) an entschiedenen Partien ;) Er beendete das Turnier mit 5,5 Punkten und dem vierten Tabellenplatz.

Daniel startete am 1. Wochenende mit 100% (4/4) in das Turnier. Am zweiten Wochenende konnte er diese Leistung jedoch nicht fortsetzen, holte nur 50% und beendete das Turnier mit 6,5 Punkten als Tabellenzweiter.

 

Hauptturnier

In den fünf Hauptturnieren waren dieses Jahr keine Landauer Teilnehmer vertreten.

 

 

Schnellschachturnier

Ebenso wie in den Hauptturnieren, war auch beim Schnellschachturnier (Gregor-Johann-Gedächtnisturnier) am Montagabend wenig Landauer Beteiligung vertreten, vielleicht aufgrund der langen Anfahrt und der Spielzeit.

 In der B-Gruppe startete Estelle Morio. Sie erzielte 3,5 Punkte aus 7 Partien und belegte den 16. Tabellenplatz unter 28 Teilnehmern.

Wie im klassischen Format, so konnte auch hier Martin Heider vom SV Worms 1878 die A-Gruppe gewinnen und sich somit auch im Schnellschach zum Pfalzmeister für 2026 küren.

 

Jugend-Open

Im Jugend-Open am Dienstag startete Kacper Latka im U16/U18-Turnier. Er erzielte 4,5 Punkte aus 7 Partien und belegte einen starken 4. Tabellenplatz unter 16 Teilnehmern.

 

Einzelblitzturnier

Im Einzelblitzturnier am Samstag des ersten Kongress-Wochenendes waren viele Landauer zu Gast. Bester Landauer wurde Joshua Wolfer (4.Tabellenplatz!! und 13,5 Punkte aus 19 Partien), gefolgt von Justus Schmidt (5. Tabellenplatz!, 13,5/19), Jochen Bruch (8. Tabellenplatz, 12,5/19), Andre Bold (13. Tabellenplatz, 11,5/19), Jonas Roth (25. Tabellenplatz, 10,5/19), Kacper Latka (26. Tabellenplatz, 10,5/19) und Simon Frohnhäuser (28. Tabellenplatz, 10,5/19).

Wie in der klassischen Partie und im Schnellschach, so setzte sich auch hier Martin Heider vom SV Worms 1878 durch und wurde Pfalzmeister im Blitzschach 2026.

 

Problemlösungs-Turnier

Am Problemlösungs-Turnier am Samstag des ersten Kongress-Wochenendes nahm Jochen Bruch zusammen mit Roland Schmitt teil. Sie belegten zusammen den 2.Platz.

 

Mannschafts-Blitzturnier

Beim Mannschafts-Blitzturnier waren vier Landauer Mannschaften vertreten, deutlich weniger als in den letzten Jahren.

Landau I bestand aus den Spielern Jochen Bruch, Matthias Lang, Torsten Lang und Andre Bold. Sie spielten um den Titel mit und landeten im Endklassement mit 25 Tabellenpunkten auf dem 3. Tabellenplatz.

In Landau II spielten Gerhard Silber, Manfred Mühlan, Daniel Kuhn und Thomas Hirschinger. Die Mannschaft dominierte das Mittelfeld und landeten mit 15 Mannschaftspunkten auf dem 12. Tabellenplatz.

Landau III wurde durch die Spieler Justus Scmidt, Adrian Karpa, Jonas Roth und Joshua Wolfer gebildet. Sie erreichten mit 15 Mannschaftspunkten den 18. Tabellenplatz.

Landau IV war leider unvollständig und nur zu dritt, es spielten Marvin Himmighofen, Anke Orschiedt-Eghbali und Gilbert Heindl. Aufgrund dessen hatten sie einen schweren Stand und erreichten mit 7 Mannschaftspunkten den 42. und vorletzten Platz.

Pfälzischer Mannschaftsblitzmeister wurde die 1. Mannschaft des SV Worms 1878, den zweiten Platz erreichte die 1. Mannschaft von der SG Kaiserslautern 1905.

 

Der Schachklub Landau dankt dem Pfälzischen Schachbund für die hervorragende Ausrichtung des Pfälzischen Schachkongresses.

Am letzten Wochenende reisten wir nach Heidesheim, wo wir auf die 2. Mannschaft des Zweitbundesligavereins der Schachfreunde Heidesheim trafen. Wie schon im vorherigen Spiel gegen Turm Lahnstein, so hatten wir auch in dieser Partie nichts zu verschenken, waren die Abstiegsplätze in unserer Liga doch in greifbarer Nähe. Den Sfr. Heidesheim ging es jedoch genauso, und so entwickelte sich ein spannender Mannschaftskampf.

Wir traten gegen folgende Gegner an:

Brett 1: Andre gegen Förster (2173)

Brett 2: Jochen gegen Beck (2101)

Brett 3: Jaroslaw gegen Faldum (2117)

Brett 4: Daniel gegen Enzmann (2060)

Brett 5: Matthias gegen Siegismund (2103)

Brett 6: Jonas gegen Jurkic (2055)

Brett 7: Gerhard gegen Richter (1883)

Brett 8: Dieter gegen Plaumann (2036)

 

Auf dem Papier also eine recht ausgeglichene Geschichte. Vorne gewinnen, hinten punkten ? Wir werden sehen. Die Partien nahmen ihren Lauf.

 

Zuerst fiel eine Entscheidung an Brett 3: Jaroslaw wählte gegen die sizilianische Drachen-Variante seines Gegners den Maroczy-Aufbau mit weißen Bauern auf e4, c4 und b3. Der Gegner gewann Raum am Damenflügel und konnte mit dem a-Bauern einen Minoritätsangriff gegen b3 starten. Beide Gegner behielten das Gleichgewicht und die Übersicht, es wurden diverse Leicht- und Schwerfiguren getauscht und ein remis vereinbart. 0,5:0,5

 

An Brett 4 bekam es Daniel mit der Colle-Zukertort-Eröffnung zu tun und wählte mit dem Königsflügel-Fianchetto einen Aufbau, in welchem er nicht viel Erfahrung mitbrachte und infolgedessen viel Zeit auf der Uhr verbrauchte. Durch vorteilhaften Abtausch konnte Daniel dem Gegner schließlich Fragen stellen, entschied sich dann jedoch dazu, einen Bauern zurückzuschlagen und mit nur noch 20 Minuten für über 20 zu absolvierende 20 Züge remis anzubieten, was der Gegner annahm. 1:1

 

An Brett 2 stand Jochen gegen geschlossenes Sizilianisch nach der Eröffnung sehr angenehm. Leider übersah er jedoch eine mehrzügige Kombination, wodurch nach einem Läuferangriff auf seine Dame diese nur Felder zur Verfügung hatte, worauf sie zu ziehen eine Qualität kostete. Die Qualität ging verloren und damit auch die Partie 1:2

 

An Brett 1 eroberte Andre zunächst das Läuferpaar des Gegners und hatte dadurch objektiven Vorteil. Diesen konnte er jedoch am Brett nicht verwerten. Erst wurde zuerst ein Läufer getauscht und dann der zweite, wodurch ein Turmendspiel entstand. Nachdem der Gegner einen Turmtausch forcieren konnte, war das faire Ergebnis remis nicht fern. 1,5:2,5

 

An Brett 5 lief Matthias leider in eine vorbereitete Variante und forcierte in ausgeglichener Stellung einen Bauerngewinn, was jedoch zu großer Aktivität der gegnerischen Figuren führte. Diese Aktivität gewann schließlich in Verbindung mit einer Mattdrohung eine Figur und Matthias gab auf 1,5:3,5

Jetzt mussten Siege her. Und hier kommen wir zum entscheidenden Thema des Tages: Kampfgeist. Wir standen mit dem Rücken zur Wand, griffen jedoch den Gegner an bzw. weigerten uns, umzufallen. Es begann mit einer der beiden Partien des Tages an Brett 6:

 

Jonas opferte als Schwarzer aus einer Holländisch-Variante heraus Material. Sicher nicht korrekt, allerdings sehr furchteinflößend, zumal der Gegner in Zeitnot kam. Es wurde wild, die Stellung drehte sich gefühlt mit jedem Halbzug. Schließlich verlor der Gegner den Faden und die Stellung. Als die Stellung für Jonas bereits gewonnen war, überschritt der Gegner die Zeit. Der Satz: „Es gibt zwei Arten von Opfern: Korrekte - und meine!“ beschreibt die Partie am besten (Zitat Jonas). So muss das! 2,5:3,5

 

Somit waren nur noch Gerhard und Dieter am Spielen.

 

Bei Gerhard sah es lange gut aus. Er landete über Trompowsky-Zugumstellung in seiner Lieblingsvariante gegen Französisch (1.d4 Sf6 2.Lg5 e6 3.Sc3 d5 4.e4 Le7 5.e5 Sfd7 6. Lxe7 Dxe7). Für Gerhard ein Spiel auf zwei Ergebnisse. Leider übersah er den Standard-Zug f5 von Schwarz. Das daraus resultierende Damenendspiel war zwar in der Zeitnot schwer zu behandeln, war jedoch laut Gerhard objektiv gewonnen. Nach längerer Rückephase hatte er jedoch mit Einbruchsfeldern für die gegnerische Dame zu kämpfen und konnte die Stellung nicht gewinnen. 3:4

 

Damit lag alles an Dieter. Und hier kommen wir zur zweiten Partie des Tages und einem weiteren Paradebeispiel für Kampfgeist:

 

Auch diese Partie hätte in französischen Gefilden landen können, diese Möglichkeit wurde jedoch abgelehnt und es entstand über die Zugfolge 1.d4 e6 2.Sf3 f5 ein Stonewall-Holländer. Die Springer wurden standardmäßig auf f3/e5 und f6/e4 postiert und weiß spielte am Damenflügel, schwarz am Königsflügel. Dieter gab den Damenflügel strategisch auf, um sich voll auf den Königsflügel und den gegnerischen Monarchen zu stürzen. Ein schwarzer Bauer auf a6 fiel und weiß kreierte einen gefährlichen Rand-Freibauern auf a6. Fritz (Gott hab ihn seelig) bewertete die Stellung im Nachhinein als +8 für weiß. Dieter schob weiter seine Bauern nach f4 und g4 vor, worauf der Gegner falsch reagierte und die Stellung kippte: Auf -10 für schwarz!! Eine 10-zügige Kombination hätte wohl zum Sieg geführt, Dieter führte jedoch in Zeitnot einen Zug zum remis aus. Es wurde lange rumlaviert, Dieter versuchte die Damen zu tauschen, wodurch ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit gleicher Bauernanzahl entstanden wäre. Wie es oft so ist, sind ungleichfarbige Läufer jedoch oft gefährlich für unsichere Könige, und da war Dieter auf der Haben-Seite: Er hatte gegen den gegnerischen König auf h2 und gegnerischen Bauern auf g3 und f2 einen schwarzen Bauern auf f3 und die Dame, die nach h3 schielte. Beim Draufschauen musste man ständig denken: Wenn schwarz nur irgendwann mal durch glückliche Umstände eine Dame-Läufer-Batterie auf h3 errichten könnte…aber alles Wunschträume, der Gegner kann ja die Damen tauschen, für seine Mannschaft das remis sichern und der Mannschaftskampf endet 3,5:4,5….Was er aber nicht tat!!! Wie beschrieben, kam es dann auch. Mit Dame auf f5 und Läufer auf e6 drohte Schwarz unabwendbar matt!!

Was ein Ende!!! 4:4

Was lernen wir daraus ? Kampfgeist gewinnt Partien. Kampfgeist gewinnt Mannschaftskämpfe. Keine Lage ist so aussichtslos, das sie nicht gewendet werden könnte und es ist erst zu Ende, wenn ein König matt ist oder der Handschlag des Gegners kommt.  

Diesen Spirit nehmen wir auf und mit in die letzte Runde, wo es um nichts weniger als darum geht, den Klassenerhalt zu sichern.

 

(Verfasser: Daniel Kuhn)

 

Aktuelles

  • Mit 11,5 Punkten aus 13 Partien sicherte sich Präsi Matthias Lang das erste Monatsblitz-Kränzchen im September knapp vor Joshua Wolfer (11) und Samuel Lang (10,5). Mit 15 Spielern war das Turnier gut besucht, wir freuen uns schon auf das nächste Turnier! Bitte beachtet, das das Oktober-Turnier aufgrund des Jugend-Grand-Prix-Finals in Schifferstadt auf den 7.November verlegt worden ist.

    Die Preisgruppen wurden aufgrund des DWZ-Boosts neu eingeteilt:

    Gruppe A: DWZ >1900
    Gruppe B: DWZ >1600
    Gruppe...

    Weiterlesen: Matthias Lang gewinnt Monatsblitz...

  • Am letzten Schultag vor den wohlverdienten Herbstferien fand in der Mensa der IGS die atemberaubende 28. Landauer Schulschachmeisterschaft statt. Zum zweiten Mal nach 2008 leider ohne mich (krankheitsbedingt). Aber ich wurde sehr gut vertreten!
     
    181 Kinder (wir hatten nach den 221 Teilnehmer im Vorjahr rechtzeitig einen Anmeldestopp veranlasst und mussten daher leider ca. 60 weiteren Interessierten die Teilnahme verweigern) aus vielen Schulen Landaus und näherer Umgebung fanden an diesem Tag...

    Weiterlesen: Jonas Roth gewinnt...

  • Nach dem Start der 3. Mannschaft letztes Wochenende startete am 13.09. auch unsere 2. Mannschaft in der 1.Pfalzliga  mit einem Heimspiel in die neue Saison. Der Gegner war die starke 1. Mannschaft des SC Lambsheim. Es spielten CM Andre Bold, Simon Frohnhäuser, FM Rolf Bernhardt, Samuel Lang, David Sarian, Estelle Morio, Jonas Schlegel und Matthias Leidner. 

    Obwohl unsere Zweite ersatzgeschwächt war, lieferten sie Lambsheim, einer der stärksten Mannschaften in dieser Liga, einen knappen Kampf. Leider unterlag...

    Weiterlesen: Start der 2. Mannschaft in die Saison

  • Am 06.September startete der Schachklub Landau in die neue Saison 2026/2027. Es ging los mit einem Heimspiel der 3. Mannschaft in der Bezirksliga Südost. Der Gegner war die erste Mannschaft des SC Bad Bergzabern. Es spielten Michael Müller, Fabian Rock, Okan Duva, Matthias Schubert, Meinrad Rapp, Gilbert Heindl, Altin Rexhaj und Leopold Freiherr von Blittersdorff.

    Leider unterlag unsere Dritte knapp mit 3,5:4,5. Lediglich Matthias Schubert (Brett 4), Meinrad Rapp (Brett 5) und Gilbert Heindl...

    Weiterlesen: Start der Mannschaftssaison

  • Am 29. August war es wieder so weit: Unsere jährliche Vereinsmeisterschaft fand statt. Diese wird im Schachklub Landau traditionell als 7-rundiges Schnellschachturnier ausgetragen. Im Jahreszyklus ein Turnier, das sich immer großer Beliebtheit im Verein erfreut und bei dem man viele seltene Gäste sieht. 

    Nicht so dieses Jahr. Vielleicht aufgrund des gefühlt letzten Sommerwochenendes, das viele Leute außerschachlich genießen wollten, waren kurz vor 11 Uhr lediglich 10 Spieler vor Ort, deutlich...

    Weiterlesen: 1. Vorsitzender auch neuer...

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