Unser Verein wurde im Jahr 1908 gegründet und gehört mit über 100 Mitgliedern (davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche) zu den größten Schachvereinen in Rheinland-Pfalz. Mit insgesamt 9 Mannschaften und mehreren Mannschaften in der Nachwuchsliga nehmen wir aktiv am Spielbetrieb teil. NEUGIERIG geworden? Egal wie alt, egal ob Anfänger oder erfahrener Vereinsspieler - scheuen Sie sich nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen! Unser Spielabend findet samstags ab 15 Uhr (Jugend und Erwachsene) bzw. ab 17 Uhr (Erwachsene) im Otto-Hahn-Gymnasium (Eingang blaues Tor in der Langstraße) statt.

Spielbetrieb Jugend 18/19

Spielbetrieb Frauen 18/19

Licht und Schatten für Landauer Teilnehmer beim Pfalzopen 2020

Bereits zum elften Mal stellten die Neustädter Schachfreunde um Dirk Hirse am Faschingswochenende das Pfalzopen auf die Beine, das hiesigen Caissa-Jüngerinnen und -Jüngern die Möglichkeit bietet, quasi im eigenen Wohnzimmer internationale Schacherfahrungen zu sammeln. Natürlich ließen sich auch in diesem Jahr einige ambitionierte Landauer Spieler diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen – der Erfolg war dabei recht ungleichmäßig verteilt.

Angeführt wurde das Landauer Kontingent von Oberliga-Spieler Adrian Karpa (DWZ 2132), der in den letzten Jahren einen deutlichen Leistungssprung verzeichnete und zuletzt beim Open in Bad Wiessee mit seinem dynamischen Kampfschach reihenweise Fidemeister über die Klinge springen ließ. Diesmal wurde es für Adrian ein eher durchwachsenes Turnier, das bereits mit einer überraschenden Auftaktniederlage begann. In Runde 2 setzte der Landauer dann allerdings mit Weiß gegen den Schweizer Christoph Berberich (1937) ein Ausrufezeichen:

Nach Damentausch hätte Schwarz trotz seiner schlechten Struktur realistische Remischancen. Adrian fand jedoch das subtile Damenmanöver 20.Dg4+! f5 21.Dh5, das der Nachziehende mit 21…Dxg2?! (21…Dg6 22.De2! mit Angriff auf b5 und e5 ist die Pointe; besser war noch 21…f6 22.Sb4 Dc4 mit weißem Vorteil) 22.Dxf7 Dg5+ 23.Kb1 f4 nicht optimal beantwortete.

Adrian setzte mit 24.De6+ Kb7 25.h4 Dg7 26.Td7+ präzise fort und in der Folge wurde nur mehr auf ein Tor bzw. den schwarzen König gespielt. Doch nicht jeder 1900er wollte Adrian so leicht den Punkt überlassen – zumal dann nicht, wenn es sich um eine 14-jährige 1900erin handelte, die im Vorjahr noch mit DWZ 1707 von Unterfranken nach Neustadt gereist war:

Adrian hatte gerade hyperaktiv 15…Lg4?? gezogen, was Jana Bardorz vom TSV Rottendorf nun mit 16.Lxf7+! eiskalt ausnutzte. Als der Landauer nach 16…Kxf7 17.Dxg4 statt der eiligen Flucht 17…Thd8 (künstliche Rochade!) noch den kühnen Bauernraub 17…Dxb2 wagte, wurde es mit 18.Dh5+ Ke6 19.Df5+ Kf7 20.Dxe5 Tae8 21.Ld4 Db4 22.Tad1 gar eine Kurzpartie. Dieses Wechselspiel von Licht und Schatten setzte sich bis zum Ende fort, sodass Adrian mit 4,5/9 und einem DWZ-Minus von 40 Punkten ins Ziel kam.

Ebenfalls mit einer Auftaktniederlage startete Meinrad Rapp (DWZ 1745) in das B-Turnier (bis DWZ 1950) – und zwar wie im Vorjahr (!) gegen Artur Yeganyan (1899) aus Pirmasens. Nach misslungener Eröffnung entkam Meinrad (mit Weiß) zuerst noch dem Unheil:

Mit dem natürlich wirkenden 22…g4? 23.Shf2 gxf3+ 24.Lxf3 behielt der Pirmasenser weiterhin Vorteil, ließ aber die goldene Gelegenheit zu 22…Txa1 23.Txa1 Lxh3+! 24.Kxh3 Dg1! aus.

Weiß ist gegen die schwarzen Drohungen hilflos, z.B. 25.Tc1 g4+ 26.fxg4 Sxe4 27.Dc2 Sg5+ 28.Kh4 Dxh2#. Leider konnte Meinrad aber auch in der weniger konkreten Partievariante die schwierige Stellung am Ende nicht zusammen halten. Er ließ sich aber von diesem déjà-vu nicht entmutigen – im Gegenteil! Meinrad spielte nun groß auf, verlor keine Partie mehr und knöpfte sich in Runde 6 gar mit Schwarz den Setzlistenersten (nach ELO) vor:

Mit gelungener (nächtlicher!) Eröffnungsvorbereitung hatte der Landauer den Frankenthaler Routinier Dr. Helmut Härtner (1890) überzeugend an die Wand gespielt; hier konnte er nun mit 36…Lh2+! 37.Kf1 Dh1+ stilgerecht vollenden. Am Ende standen bei Meinrad 5/7, der 8. Platz (bei Startrang 95!) und der Seniorenpreis zu Buche! Mit einem DWZ-Plus von 35 Punkten ist zudem das Trainingsziel „1800“ nun in greifbare Nähe gerückt.

Neben Adrian und Meinrad waren noch Daniel Kuhn (3,5/9 im A-Turnier) sowie Fabian Böttcher und Pascal Laag (je 4/7 im B-Turnier) am Start. Wer wird 2021 mit dabei sein?

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